Springe zum Inhalt

Heinrich Balke, langjähriger Vorsitzender und Ehrenvorsitzender des Imkervereins Mastholte, ist im 85. Lebensjahr am 13.05.2021 verstorben.

Im Jahre 1984 trat Heinrich Balke dem Imkerverein Mastholte bei und hielt ihm 37 Jahre lang die Treue.  1988 trat er als Nachfolger von Franz Walkenfort den 1. Vorsitz an und führte den Verein 21 Jahre lang bis 2009.

Im Jahre 2009 feierte der Verein sein 100jähriges Bestehen. Zu dem Jubiläum waren viele Gäste und Ehrengäste zum Brunch im Gasthof Großevollmer geladen. Im Jahr 1991 wurde unter seiner Regie der Lehrbienenstand - ein schmuckes Fachwerkhäuschen an der Riekstraße – errichtet. Heinrich Balke führte den monatlichen Klönabend ein, bei dem in den 90er Jahren noch deftiges Plattdeutsch gesprochen wurde. Unvergessen sind die jährlichen Kopfweiden-Pflegeschnitte, die er organisierte und tatkräftig unterstützte.

Ebenso veranstaltete der Verein eine jährliche Rapsfahrt, bei der die Wanderstände der Mastholter Imker im Sauerland und Umgebung besichtigt wurden. Das Dreikönigs- Grünkohlessen, die Teilnahme mit einem eigenen Wagen am Erntedankzug, die tatkräftige Unterstützung des Heimatvereins bei diversen Bauvorhaben, sowie die Errichtung eines sogenannten Bienenbaums an der Katthagenstraße als Rastplatz für Wanderer und Radfahrer gingen auf das Konto von Heinrich Balke. Der Bienenbaum wurde von einer Mastholter Bildhauerin mit Schnitzereien der Jacobikirche und der Überschrift Mast im Holte versehen.

Die Anzahl der Mitglieder verdoppelte sich in seiner Amtszeit auf 20 Personen und erstmals wurde eine Imkerin in den Verein aufgenommen, wobei die Imkerinnen in den letzten Jahren stark auf dem Vormarsch sind.

Im Jahre 2007 wurde Heinrich Balke mit der goldenen Ehrennadel des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker e.V. ausgezeichnet. 

Der Imkerverein ist Heinrich Balke zu großem Dank verpflichtet und wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren. 

Anmerkung : vielen Dank an unseren Imkerkollegen Ewald Kemper, der diesen würdigenden Beitrag verfasst hat.

regelmäßig :
jeden ersten Mittwoch im Monat
 19:30 Uhr   Stammtisch im Vereinslokal Hubertuskrug in der Katthagenstraße.

Wir wünschen allen Freunden und Bekannten eine schöne Adventszeit und frohe Weihnachten !

Auf die Termine und Veranstaltungen des Kreisimkervereins Gütersloh weisen wir hin.

Interessante Informationen stellt auch der Deutsche Imkerbund zur Verfügung.

 

Auch in diesem Jahr sind wir wieder naturpflegerisch tätig gewesen. In Absprache mit der Kreisverwaltung haben wir Kopfweiden in der Nähe von Antfängers Mühle in Rietberg geschnitten. Durch das Schneiden wurde Platz für junge Triebe geschaffen. Ohne Schneiden würden die alten Äste zu lang und zu groß werden. Durch das Gewicht würden die Bäume dann irgendwann auseinanderbrechen und absterben. Die Kopfweiden sind Heimat vieler für die Natur wichtiger Kleintierarten.

Die diesjährige Radtour der Imker aus dem Kreis Gütersloh wurde vom Verein aus Mastholte ausgerichtet.  Deshalb starteten die etwa 30 Imkerinnen und Imker am dortigen Heimathaus. Der Vorsitzende des Heimatvereins Mastholte, Gisbert Schnitker, begleitete die Gruppe. Mit seinem großen heimatgeschichtlichen Wissen erläuterte er faktenreich und auf kurzweilige Art und Weise die jeweilige Station. Am Mittelpunkt Mastholtes  erklärte er anhand eines Kartenausschnitts die Lage und Ausdehnung dieses Rietberger Ortsteils. Nächste Stationen waren der vom Imkerverein gepflegte Rastplatz für Wanderer und Radfahrer an der Katthagen-straße sowie natürlich ein Bienenstand eines Vereinsmitglieds, der fachkundig begutachtet wurde. Danach ging die Radtour zum südlichsten Punkt Mastholtes und damit des Kreises Gütersloh am Boker Kanal. Die benachbarten Lipper wollten seinerzeit die hier verlaufende Grenze begradigen. Sie forderten dieses Gebiet von den Preußen ein. Ihre Bemühungen waren letztlich vergeblich. Landrat Adenauer enthüllte 2009 die hier befindliche Hinweistafel.

Nächste Station war die Erinnerungsstätte an den Gerichtsort „Zum freien Stuhl“, die am heutigen „Dreiländereck“ zwischen den Kreisen Gütersloh, Soest und Paderborn liegt. Gisbert Schnitker erläuterte eindrucksvoll den seinerzeitigen Ablauf von Gerichtsverfahren  in vorpreußischer Zeit.

Nach einer Kaffeepause im Garten der Gaststätte „Zum freien Stuhl“ wurde die Fahrt fortgesetzt zum Mastholter See, dem größten Gewässer im Kreis Gütersloh. Gisbert Schnitker gab einen Überblick über die Entwicklung des Gebietes von einer Sandausbeute zum heutigen See mit Bade-, Surf- und Wasserskimöglichkeiten. Der knapp 3 km lange Rundweg um den See wird von Mastholter Heimatfreunden ehrenamtlich in Stand gehalten.

Nach knapp 20 km endete die Tour nach 4 interessanten Stunden wieder am Heimathaus Mastholte. Hier klang der Abend bei Bratwurst, Salat und Kalt-getränken aus. Es ergab sich ein anregender Erfahrungsaustausch. Im Gegensatz zur bienenmäßig eher ungünstigen Witterung im Laufe des Jahres hatte den ganzen Tag die Sonne geschienen. Alle waren sich einig, dass die Radtour eine runde Sache war. Wegen des gegenseitigen Kennenlernens der Imkerinnen und Imker und ihrer näheren Heimat wird diese Veranstaltung auch nächstes Jahr fortgesetzt. Alle diejenigen, die sich über diese spannende und zugleich entspannende Frei-zeitbeschäftigung in und mit der Natur informieren möchten, sind bei den örtlichen Imkervereinen stets willkommen ( siehe auch www.kreisimkerverein-gt.de/die-ortsvereine